Montag, 6. August 2012

Wiederladen 9 mm Parabellum

Baut keine Munition nach Rezepten, die ihr im Internet findet!
Denkt vorher drüber nach und prüft die Ladedaten!
Handchirurg&Augenarzt bedanken sich für Arbeit!
Das Beschussamt freut sich über neue Exponate gesprengter Waffen!

Die Suche nach der Wunder-Neun




Eine Wahrhaft göttliche Laborierung: 121 gr HAP (Hornady Action Pistol), ein Federal 100 Zünder und entweder 4,5 gr N320 (Vihtavuori) oder 4,2 gr Titegroup (Hodgdon) bei 28,5 mm Gesamtlänge. Beide Sorten Pulver schiessen gleichermassen hervorragend: Auf 50 m, aufgelegt und in Ruhe mit Irisblende geschossen, blieben die Gruppen regelmäßig bei etwa 4 cm. Viele Schützen von den vorderen Plätzen der WA 1500 benutzen die HAPs in ihren Pistolen. Faktor haben wir nicht gemessen, weil wir hauptsächlich PPC 1500 trainieren. 
 
Die perfekte 9 Para? Leider hat die Sache eine Haken: Das extrem präzise gefertigte Sport-Geschoss im stabilen Kupfermantel kommt vermutlich vom Teufel persönlich. Und wer sich mit dem einlässt, muss teuer bezahlen. Und zwar 180 Euro für 1000 Geschosse. Das kommt natürlich überhaupt nicht in Frage. Vor allem, wenn ich noch lange nicht so gut schieße, dass ich eine 8 oder 9 auf die Patrone schieben kann. Daraus schließe ich logisch: Gott will nicht, dass der Mensch 9 mm Para wiederlädt. Als guter Wiederlader lasse ich mich aber von logischen Argumenten nicht schrecken und laboriere fröhlich weiter. 

Samstag, 4. August 2012

Großartige Fotos auf Flickr

Kleine Kunstwerke

Da ist mal ein Profi am Werk. Nennt sich Zorin. Schaut Euch seinen Fotostream an! Thank you for the Picture, Z.D.!

Deutsches Team bei den Canadian Nationals 2012

Ihr schafft das!

Ganz frisch in meinem Posteingang fand ich dieses Foto. Die Umgebung erinnert mich ein wenig an Sommerferien auf Bornholm. Aber Mario Triebke hat hier Günther Schüller und Helge Peters vom deutschen Team bei den "Canadian Nationals" in Dryden, Ontario, vor der Linse. Gut Schuss! Und vielen Dank für's Foto, Mario!

Pistolen-Bajonett Ka-Bar Laserlyte

Extrem Wichtiges Zubehör

Ka-Bar Laserlyte Pistolenbajonett an einer Glock 17
Es soll Leute geben, die schießen sich beim Ziehen der Pistole selbst ins Bein. Andere schießen bei so einem Unglück daneben. Diese armen Pechvögel können sich zum Trost mit dem Ka-Bar Laserlyte Pistolenbajonett eine ansehnlich tiefe Wunde in den Oberschenkel schneiden, da wo eigentlich das Einschussloch hätte liegen sollen. Das Ka-Bar Laserlyte Pistolenbajonett eignet sich auch ganz vorzüglich für die Zombie-Jagd.

Freitag, 3. August 2012

Jet Funnel aus Holz für Les Baer

Funnel für Bianchi selbstgebaut

An seiner Les Bear Open war noch kein passender Magzintrichter. Da hat Frank sich kurzerhand einen selbstgebaut. Frank ist ehrgeizig und geschickt. Als wir ne Barricade zum Trainieren brauchten, setzte er sich in die Garage und zimmerte eine (hier kann man die auf Youtube in Aktion sehen).

Ordentlich festgezurrt

Der Trichter ist aus Hartholz, mit den Griffschalen verstiftet. Durch das dritte Schraubenloch der Nill Master Griffschalen ist ein Kupferdraht gezogen, der das ganze fixiert. Sieht vielleicht improvisiert aus, hält aber bombenfest.

Tiefer Schacht

Ein Bianchi-Funnel dient nicht zum schnellen Magazinwechsel, im Gegenteil: Das Magazin muss bewusst nachgedrückt werden, damit es einrastet. Der Anbau dient vielmehr als stabile Auflage im Liegendanschlag. Die Pistole sitzt fest auf dem Boden und der Rotpunkt liegt bequem in Augenhöhe.

Weil's so schön ist

Zum Schluss ein Blick durchs Red Dot Sight "Leupold Gilmore".

 

Mittwoch, 1. August 2012

Ladepresse Dillon 550

Meine alte Mühle


Günstig aus dritter Hand erwarb ich zwei Dillon 550. Vielleicht heißen sie auch "550 B". Das soll mich nicht stören. Jedenfalls hat eine einen Matrizensatz .38 Special und die andere einen in 9 mm Para, mit je eigenem Pulverfüller. In der einfachsten Version der Dillon 550 muss man die Hülsen von Hand aufstecken und auch den Teller selbst weiterdrehen. Das geht aber ziemlich gut. Mit Routine kommt man auf die "theoretischen" 400 Patronen pro Stunde. Aber nur, wenn die Zündhütchen in die Rohre gefüllt sind, das Material bereit steht und nichts hakt und klemmt. (Bei den .38ern funktioniert alles einwandfrei. Bei 9 Para läuft das nicht ganz so einfach. Aber das erzähl ich wann anders.)
Installiert hab ich nur eine Presse, den Matrizensatz montiere ich je nach Bedarf um. 
Die Dillon 550 ist eine Vier-Stationen-Presse. Der Pin stößt Zündhütchen aus, die Matrize Kalibriert die Hülse und beim Runterdrücken setzt man in der selben Station das Zündhütchen. Rechts daneben der Füllstutzen fürs Pulver, gleichzeitig wird der Hülsenmund aufgeweitet. Dann wird das Geschoss gesetzt und zum Schluss kommt der Crimp.

Die Hülse kalibriere ich möglichst über die ganze Länge.
Nach dem Kalibrieren&Ausstossen das frische Zündhütchen von unten in die Glocke pressen.

Der Pulverfüller weitet auch den Hülsenmund.
Station 3: Vor dem Setzen. Das Geschoss muss von Hand auf die Hülse gelegt werden.

Nach dem Crimpen auf Station 4 befördert ein Drahtbügel die fertige Patrone in die Kiste.

gerissene Hülse .38 Special

Irgendwann ist Schluss

So sieht eine gerissene Hülse aus. Die hat übrigens nicht, wie ich fälschlich annahm, nur 5 - 6 mal gehalten. Der Besitzer benutzte die seit ungefähr 10 Jahren und hat sie etwa 70 Mal wiedergeladen, mit der selben schwachen PPC-Ladung mit HP 38, die ich auch benutze.
Die Hülse ist eine Precision Delta. Angeblich machen die bestes Material für Sportschützen. Und angeblich ist das in Deutschland nicht mehr erhältlich. (Kurze Recherche Triebel hat keine, Johannsen auch nicht, also gibt's keine) Warum - weiß Gott oder der Teufel allein. Wahrscheinlich lohnt sich der Import nicht mehr. Oder jemand in der Handelskette stellt sich bockig an.